Figurenschmuck
Figurenschmuck
Dr. Bauers schickt die neuesten Bilder vom Figurenschmuck des Landtagsschlosses, die er am 27.7.2021 gemacht hat.
Ungewöhnliche Perspektiven auf unsere “Figurenbilanz” des 1. Halbjahres: Odysseus und Penelope, Eurydike und die Minerva.

Die “Engel” der Fahnentreppe sind aus dem ersten Stock des Landtags aus aufgenommen. Die Modelle der Gußformen des Geländers sind derzeit in Arbeit.
Der Theaterflügel
Der Theaterflügel
Seit einigen Tagen sind nun auch die aufwändigen Gerüste gefallen: der Giebel des “Theaterflügels” zum Alten Markt ist wieder frei. Rechts auf der Giebelecke sind Odysseus und Penelope, links als einziges restauriertes und (Teil-) ergänztes Original die von unserem Verein finanzierte Eurydike. In der Mitte auf der Giebelspitze die Kopie der Minerva.
Mit einer Kunstauktion und einem Kunstkalender (2007) konnten Mitteschön und der Verein die Spendenmittel einwerben, mit der die Originalfigur aufwändig restauriert wurde. Was aus ihr wird, ist unklar. Wir können nur hoffen, dass diese großartige Bildhauerarbeit dauerhaft der Öffentlichkeit gezeigt wird und die Göttin der Wissenschaft und Kunst nicht wieder in irgendeinem Schuppen verschwindet.
Karikatur Engeltreppe
Karikatur Engeltreppe
Weltpremiere: Der Zeichner und Karrikaturist Jörg Hafemeister hat sich als erster der neu-alten Sehenswürdigkeit der “Goldjungs” der Fahnen- oder “Engeltreppe” angenommen.
Herzlichen Dank an den Künstler und die MAZ!
Eurydike
Eurydike
Am 1. Juni 2021 ist am Vormittag die ”Eurydike” von Johann Gottlieb Heymüller 1747 auf die alte Stelle am Giebel des Theaterflügels wieder aufgesetzt worden. Andreas Hoferick hat bruchlos nach dem Original Kopf, Hals, Füße, linke Hand und Teile der Schlange neu geschaffen. Vor fast neun Jahren hatte der Verein die restaurierte Figur der SPSG übergeben.
Die Finanzierung wurde damals möglich durch die beiden Potsdam-Kalender 2011 und 2012 – ihr Sponsor war der Nobelpreisträger für Medizin, Günter Blobel.
Fahnentreppe
Fahnentreppe
Am 17.5.2021 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr sind die “Engel” der Potsdamer Fahnentreppe an die ursprünglichen Standorte zurückgekehrt.
Die neun musizierenden Knaben wurden zunächst nach den 1945 zerstörten, schwer versehrt überkommenen Originalen von 1844 nachmodelliert, die wiederum Abformungen der Rokoko-Putten aus der Zeit Friedrichs des Großen (1753) waren.
Bis zum Herbst werden auch die großen Schrägteile der reich verzierten Geländer wieder zurückkehren und Lustgarten und die Breite Straße einen weitere Attraktion zurückerhalten.
Möglich wurde diese bislang größte Einzelmaßnahme unseres Vereins dank der Cornelsen Kulturstiftung.
Was lange währt, wird endlich gut!
Was lange währt, wird endlich gut!
Spendertafel aus Bronze an den Landtag angebracht

Am 22.4.2021 um 9.00 Uhr ist die Spendertafel in einer Fensterrücklage neben dem Haupteingang, dem Fortuna Portal, angebracht worden. Seit bald zwei Jahren bat unser Verein darum, die Spender des Skulpturenmucks vom Stadtschloss auf dem Landtag mit einer sichtbaren Tafel zu würdigen.
Dazu musste ein eigener Vertrag geschlossen und vorher verhandelt werden. Der Architekt musste befragt, die Gremien informiert, die Gestaltung gemacht und abgestimmt werden und die Spenderliste geprüft.
Schließlich musste noch geklärt werden, ob es sich dabei um eine “Werbetafel” handele, was (richtigerweise) an einem Landtag und am Alten Markt verboten ist.
So freuen wir uns sehr, dass nun auch die Landeshauptstadt Potsdam die “denkmalrechtliche Genehmigung” erteilt hat – unsere Spendertafel stört nicht das Stadtbild.

Ihre Spende ist also zu 100 Prozent auf der ordnungsgemäßen Seite. Es ist noch Platz: Sichern Sie sich Ihren Namen auf einem der schönsten Plätze in Deutschland!
Ringerkolonnade
Ringerkolonnade
Die Ringerkolonnade zwischen Marstall (Filmmuseum) und Stadtschloß entstand nach Entwürfen G.W. Knobelsdorffs gleich zu Beginn der Umbauarbeiten 1745/46.
Nach dem Abriss des Stadtschlosses 1959/60 wurden Teile davon am Anleger der Weißen Flotte aufgestellt, dabei die monolithischen Säulen leider zersägt, was nun zu permanenten Bauschäden führt.
Schon vor geraumer Zeit kehrten Postamente und Sockel, Säulen und Gebälk an den alten Standort zurück. Leider konnten die (vorhandenen) barocken Fundamente nicht wiederverwendet werden, da man beim Wiederaufbau der Stadtschlossfassaden “korrigiert” und “regularisiert” hatte. Um zu vermeiden, dass die Ringerkolonnade mitten in einem Fenster andockt, ist sie verschwenkt aufgestellt worden – ein Anschluss an das Stadtschloss, so wie früher, bleibt also möglich.

Nun sind jüngst die restaurierten originale Vasen und tanzenden und feiernden Putten auf dem Gebälk wieder aufgestellt worden. Ein Stifterehepaar hatte sich zur Finanzierung entschlossen; die Restaurierung erfolgte unter der Obhut der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt. Der Name “Ringerkolonnade” stammt von den Skulpturen junger Kampfsportler (Ringer, Fechter, Faustkämpfer), die damals hochberühmte Werke der Kunstgeschichte zitierten. Die Mäzene haben auch die Restaurierung zweier Gruppen zugesagt.
Theseus und Ariadne
Theseus und Ariadne
Ariadne war neben der Restaurierung der Minerva eine der ersten Projekte, die der Verein zur Restaurierung in Auftrag geben konnte.
Seit 2012 wartete die von der Fa. Melior ertüchtigte und ergänzte Figur auf Rückkehr.
2015 fand sich eine Spenderin für den „Krieger“ mit der Lanze und nun gewann die erste Figurenaufsetzung an der Humboldtstraße an Fahrt. Im Frühjahr 2018 hatte der Bildhauer und Restaurator Andreas Klein die Figur restauriert und ergänzt, erstmalig seit dem 19. Jahrhundert auch wieder mit der Lanze.
Seit dem 18.Juni 2019 sind die beiden wieder ein Blickfang für Besucher, die vom Hauptbahnhof durch die Humboldtstraße zum Alten Markt kommen. Die Geschichte der beiden: Ariadne ist Tochter des König Minos von Kreta, der mit gebrochenen Versprechen und Seitensprüngen allerhand Unheil angerichtet hat. In einem Teil seines Palastes lebt der schreckliche Minotaurus, halb Mensch, hab Stier, dessen Gegenwart noch kein Mensch überlebt hat. Um das Ungeheurer zu besänftigen, muss Athen in regelmäßigen Abständen einen Tribut an Jünglingen und jungen Mädchen als Opfer liefern.
Nach der dritten Opferfahrt meldet sich Theseus freiwillig und landet mit dem Athener Kontingent auf Kreta. Ariadne verliebt sich und gibt ihm ihren „Ariadnefaden“, ihre Spindel oder Wollknäuel (die sie auch sichtbar in der Hand hält). So kann Theseus das Monster töten und an dem Faden heil wieder aus dem labyrinthischen Palast herausfinden. Die beiden werden ein Paar.
Seit dem 18.Juni 2019 erzählen sie auf dem Potsdamer Landtag wieder ihre Geschichte.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers
Perdix, die Spendenbox und 20 Jahre Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.
Perdix, die Spendenbox und 20 Jahre Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.
Am 25.3.2019 feierte der Verein Potsdamer Stadtschloss e.V. seinen 20. Geburtstag.
Am 5.4.2019 um 10.00 Uhr wurde im Beisein der damaligen Landtagspräsidentin Britta Stark und großer Publikumsbeteiligung eine Spendenbox zugunsten des Skulpturenschmucks im Innenhof des Landtags öffentlich vorgestellt.
Die Box wurde von dem Landtagsarchitekten Prof. Kulka gestaltet und von der Schlosserei Klaus Partheil in Zerbst auf unsre Kosten gebaut. Den Zweck der Spendenbox soll eine von Krieg und Zerstörung schwer versehrte Originalfigur von der Hofinnenseite des Stadtschlosses „ohne Worte“ erklären.
Die Standfigur mit fast völlig weggesprengtem Haupt war zunächst rätselhaft. Stück für Stück kamen wir über ein noch deutlich sichtbares Vogelbein auf dem angewinkelten Unterarm vor der Brust zur Entschlüsselung.
Die Figur ist Perdix. Der begnadete Schüler (und Neffe) des ersten Architekten und Ingenieurs Daidalos droht den Meister zu überflügeln. Durch Naturbeobachtung und Neugier erfindet er Säge und Zirkel. Voller Eifersucht auf das Talent des Jüngeren stürzt Daidalos den jungen Perdix von den Felsen der Akropolis. Dies bemerkt die Zivilisationsbringerin Athene/Minerva. Beschützerin der Begabten, der Tüftler und Neugierigen rettet sie Perdix, in dem sie ihn im Fall in einen Vogel verwandelt. Er trägt bis heute seinen Namen: perdix (lat.) = Rebhuhn. Bis heute übrigens scheut das Rebhuhn große Höhen.
Günther Jauch ist freundlicherweise unserer Einladung gefolgt und hat die Spendenbox mit eingeweiht und Glück und Erfolg und viele Spender gewünscht.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers
Rückkehr der Adlergruppe
Rückkehr der Adlergruppe
Am 18.9.2018 folgte die „Adlergruppe“ auf der Galerie des Fortuna Portals.
Diese Monumentalplastik aus dem Jahr 1700 ist unsere, Ihre Gemeinschaftsleistung. Hier haben sich nun über fünf Jahre größere und kleinere Spenden, Ihre Vereinsbeiträge zu dem eindrucksvollen Sandsteinkunstwerk zusammengefügt.
Dieser Höhepunkt der europäischen Barockbildhauer, ein Höhepunkt der brandenburgischen Kunstgeschichte ist in vierjähriger Arbeit und mittels einer sechsstelligen Summe wieder erstanden. Sie besteht aus den Originalfragmenten und den Ergänzungen, die erst im Modell geschaffen und dann in Sandstein umgesetzt wurden. Schließlich entstanden drei große Sandsteinblöcke, die mit der Aufsetzung des oberen Teils im Beisein der Landtagspräsidentin an alter Stelle zusammengefügt wurden.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers
Marcus Manlius Capitolinus
Marcus Manlius Capitolinus
Am 13.9.2018 ist die Figur des Marcus Manlius Capitolinus in Anwesenheit des Mäzens Dr. Lothar Wilhelmy aufgesetzt worden. Marcus Manlius, der die heldenhafte Wachsamkeit zur Rettung des Gemeinwesens verkörpert, aber auch vor populistischer Hybris warnt, ist für uns ein Meilenstein. Besonders spannend war die Entschlüsselung der Figur; eine kleine Gans verwies auf die der Juno geweihten Gänse des Kapitols, die mit ihrem Geschrei den aufmerksamen Marcus Manlius alarmierten und so die Rettung Roms vor den Barbaren gelang.
Künstlerisch bildhauerisch können erstmals nachweisen, dass auch eine völlig zerstörte Skulptur vom Potsdamer Stadtschloss kongenial nachgeschaffen werden kann. Eine Premiere, die nicht hoch genug zu bewerten ist.
Der Bildhauer und Restaurator Andreas Klein hat hier kongenial nach Johann Gottlieb Heymüller gearbeitet, 270 Jahre nach der ersten Aufsetzung. Nun ist die Stirn des Westgiebels, des Luisenflügels 73 Jahre nach der Zerstörung wieder komplett.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers
Das Stadtschloss im Winter
Das Stadtschloss im Winter
Im Januar/Februar 2021 ist es noch einmal richtig kalt geworden. Es gab auch in Potsdam nach längerer Zeit wieder ergiebigen Schneefall. Dr. Bauers hat fotografiert und das “Stadtschloß im Winter” festgehalten. Für einige der “neueren” Attika-Skulpturen war es “Premiere”.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers