Ariadne war neben der Restaurierung der Minerva eine der ersten Projekte, die der Verein zur Restaurierung in Auftrag geben konnte.
Seit 2012 wartete die von der Fa. Melior ertüchtigte und ergänzte Figur auf Rückkehr.
2015 fand sich eine Spenderin für den „Krieger“ mit der Lanze und nun gewann die erste Figurenaufsetzung an der Humboldtstraße an Fahrt. Im Frühjahr 2018 hatte der Bildhauer und Restaurator Andreas Klein die Figur restauriert und ergänzt, erstmalig seit dem 19. Jahrhundert auch wieder mit der Lanze.
Seit dem 18.Juni 2019 sind die beiden wieder ein Blickfang für Besucher, die vom Hauptbahnhof durch die Humboldtstraße zum Alten Markt kommen. Die Geschichte der beiden: Ariadne ist Tochter des König Minos von Kreta, der mit gebrochenen Versprechen und Seitensprüngen allerhand Unheil angerichtet hat. In einem Teil seines Palastes lebt der schreckliche Minotaurus, halb Mensch, hab Stier, dessen Gegenwart noch kein Mensch überlebt hat. Um das Ungeheurer zu besänftigen, muss Athen in regelmäßigen Abständen einen Tribut an Jünglingen und jungen Mädchen als Opfer liefern.
Nach der dritten Opferfahrt meldet sich Theseus freiwillig und landet mit dem Athener Kontingent auf Kreta. Ariadne verliebt sich und gibt ihm ihren „Ariadnefaden“, ihre Spindel oder Wollknäuel (die sie auch sichtbar in der Hand hält). So kann Theseus das Monster töten und an dem Faden heil wieder aus dem labyrinthischen Palast herausfinden. Die beiden werden ein Paar.
Seit dem 18.Juni 2019 erzählen sie auf dem Potsdamer Landtag wieder ihre Geschichte.

Fotos: Dr. Peter-Michael Bauers