Die Ringerkolonnade zwischen Marstall (Filmmuseum) und Stadtschloß entstand nach Entwürfen G.W. Knobelsdorffs gleich zu Beginn der Umbauarbeiten 1745/46.
Nach dem Abriss des Stadtschlosses 1959/60 wurden Teile davon am Anleger der Weißen Flotte aufgestellt, dabei die monolithischen Säulen leider zersägt, was nun zu permanenten Bauschäden führt.
Schon vor geraumer Zeit kehrten Postamente und Sockel, Säulen und Gebälk an den alten Standort zurück. Leider konnten die (vorhandenen) barocken Fundamente nicht wiederverwendet werden, da man beim Wiederaufbau der Stadtschlossfassaden “korrigiert” und “regularisiert” hatte. Um zu vermeiden, dass die Ringerkolonnade mitten in einem Fenster andockt, ist sie verschwenkt aufgestellt worden – ein Anschluss an das Stadtschloss, so wie früher, bleibt also möglich.

Nun sind jüngst die restaurierten originale Vasen und tanzenden und feiernden Putten auf dem Gebälk wieder aufgestellt worden. Ein Stifterehepaar hatte sich zur Finanzierung entschlossen; die Restaurierung erfolgte unter der Obhut der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt. Der Name “Ringerkolonnade” stammt von den Skulpturen junger Kampfsportler (Ringer, Fechter, Faustkämpfer), die damals hochberühmte Werke der Kunstgeschichte zitierten. Die Mäzene haben auch die Restaurierung zweier Gruppen zugesagt.